Vom 8. bis 12. Juni 2026 war unsere Organizerin Nora gemeinsam mit Kolleg*innen aus der Geschäftsstelle Gaggenau in zahlreichen Betrieben unserer Region unterwegs. Ziel der Aktionswoche war es, im Rahmen der bundesweiten aktivierenden Befragung zur Tarifrunde 2026 direkt mit den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen und ihre Erwartungen an die bevorstehenden Tarifverhandlungen aufzunehmen. Die Tarifbewegung startet in diesem Sommer, bevor im September die gemeinsamen Forderungen beschlossen werden.
An den Werkstoren und in den Betrieben sprachen wir mit Beschäftigten von Daimler Truck in Gaggenau und Rastatt, Rhenus RCL in Kuppenheim und Rastatt, Seifert ICC in Bischweier und Malsch, Seifert Automotive in Rastatt, Walter Schmitt Logistics in Ötigheim, Rastatt und Durmersheim sowie bei der Siemens AG und Ruf Betten.
Unterstützt wurden die Aktionen von engagierten Betriebsrätinnen und Betriebsräten, Hauptamtlichen der IG Metall Gaggenau sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand der IG Metall in Frankfurt und der Bezirksleitung Baden-Württemberg.
Was bewegt die Beschäftigten?
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Fragen der Tarifbefragung. Dabei ging es unter anderem um die wirtschaftliche Situation in den Betrieben, die Themen, die die Kolleginnen und Kollegen aktuell besonders beschäftigen, ihre Erwartungen an die Entgeltforderung sowie ihre Bereitschaft, sich an der Tarifbewegung zu beteiligen.
Die Rückmeldungen waren eindeutig: Viele Kolleginnen und Kollegen beschäftigt die anhaltende Belastung durch steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten. Auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Zukunft der Betriebe, die Altersvorsorge, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Entwicklung des Sozialstaats wurden in den Gesprächen immer wieder thematisiert.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Kolleginnen und Kollegen bereit sind, sich aktiv in die Tarifbewegung einzubringen. Ob durch die Teilnahme an Warnstreiks, das Ansprechen von Kolleginnen und Kollegen oder die Unterstützung von Aktionen im Betrieb – die Bereitschaft, gemeinsam für gute Tarifabschlüsse einzustehen, ist spürbar vorhanden.
Direkte Gespräche und gemeinsame Stärke
Die Aktionswoche hat einmal mehr gezeigt, dass wir alle – gerade in diesen zehrenden Zeiten – unsere Stärke durch Gemeinschaft in den Fokus setzen müssen! Die Beschäftigten schätzen die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt einzubringen und mit der IG Metall über ihre Herausforderungen im Arbeitsalltag zu sprechen. Gleichzeitig konnte über die bevorstehende Tarifrunde informiert und deutlich gemacht werden: Gute Tarifergebnisse fangen schon weit vor den eigentlichen Verhandlungen an.
Das war erst der Anfang
Die Aktionswoche war ein gelungener Auftakt für die kommenden Wochen und Monate. Die Befragung wird fortgesetzt, und weitere Gespräche sind bereits geplant. Jetzt heißt es: Je mehr Austausch, Information und Beteiligung, desto stärker wird die gemeinsame Stimme für die Tarifrunde 2026.
Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen für die offenen Gespräche und freuen uns auf die nächsten Begegnungen in den Betrieben der Region. Gemeinsam machen wir die Tarifbewegung laut und unüberhörbar.