Die IG Metall verfolgt die Entwicklungen im Betriebsrat des Mercedes‑Benz Werks Rastatt mit Werkteil Kuppenheim aufmerksam. Uns erreichen dazu Rückmeldungen, Fragen und auch kritische Stimmen aus der Belegschaft. Diese nehmen wir ernst.
Nach der Betriebsratswahl wurde in der konstituierenden Sitzung der Betriebsratsvorsitz sowie die Stellvertretung gewählt. Diese Wahl ist gesetzlich geregelt und erfolgt durch das gesamte Betriebsratsgremium in geheimer Abstimmung. Auf Kandidaturen, Abstimmungsverhalten oder Mehrheitsverhältnisse in dieser Sitzung hat die IG Metall keinen Einfluss. Diese Entscheidungen werden im Betriebsrat selbst getroffen.
Gleichzeitig ist uns wichtig, klar zu benennen, wo Entscheidungen getroffen werden und wofür die IG Metall Verantwortung trägt.
Was die IG Metall eindeutig festlegt und konsequent vertritt, ist ihre politische und gewerkschaftliche Haltung. Diese ist klar und unverändert: Es gibt keine Zusammenarbeit mit rechten oder rechtsoffenen Gruppierungen. Unsere Grundwerte – Demokratie, Solidarität, Respekt, Vielfalt und Toleranz – sind nicht verhandelbar. Einen Millimeter nach rechts wird es mit der IG Metall nicht geben.
Diese Haltung vertreten wir ununterbrochen und mit Nachdruck – auch gegenüber allen Mandatsträger*innen, die für die IG Metall Verantwortung tragen. Wir erwarten von IG Metall Betriebsrätinnen, dass sie sich an diesen Grundsätzen orientieren und diese im eigenen Handeln deutlich machen.
Gerade in einer Phase, in der es um Zukunftsperspektiven, Investitionen und die Sicherung von Arbeitsplätzen geht, braucht es einen handlungsfähigen und glaubwürdigen Betriebsrat. Einzelne persönliche, politische oder taktische Auseinandersetzungen dürfen nicht den Blick auf das gemeinsame Ziel verstellen: die Arbeits‑ und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern.
Deshalb führen wir derzeit viele Gespräche mit Vertrauensleuten und Betriebsrät*innen. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen, Verantwortung einzufordern und die gemeinsame Aufgabe wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Für die IG Metall bleibt entscheidend:
Ein starker, demokratischer und verlässlicher Betriebsrat, der im Sinne der Beschäftigten handelt und sich klar von antidemokratischen Einflüssen abgrenzt. Dafür setzen wir uns weiterhin konsequent ein. Die Entscheidung, wer auf unserer Seite steht, muss jede Person selbst treffen.