Am 15. November 2025 verwandelte sich die Sporthalle in Muggensturm in einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität. 720 Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung der IG Metall Gaggenau und erlebten einen Nachmittag, der nicht nur gemütlich, sondern auch politisch bedeutsam war.
Schon beim Betreten der Halle war die besondere Atmosphäre spürbar: alte Bekannte trafen sich wieder, neue Gespräche entstanden, und überall war das Gefühl von Zusammenhalt präsent. Bodo Seiler und Christian Herbon eröffneten die Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Rede. Sie erinnerten daran, wie sehr die Seniorinnen und Senioren die Geschichte der IG Metall geprägt haben: „Ohne euch gäbe es uns nicht. Eure Arbeit, euer Einsatz und eure Haltung haben unsere Region und unsere IG Metall geprägt.“
Die Rede war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Blick nach vorn. Sie machte deutlich, wie herausfordernd die aktuelle Zeit ist: Personalabbau in vielen Betrieben, Debatten über Wehrpflicht und Forderungen nach einer 42-Stunden-Woche. Die klare Botschaft: „Wir stehen für eine Arbeitswelt, in der der Mensch zählt. Für eine Gesellschaft, in der Frieden nicht nur ein Wort ist, sondern ein Ziel.“
Ein besonderer Höhepunkt war die Rote-Karten-Aktion. Gemeinsam hielten alle Anwesenden ihre Karten hoch und setzten ein starkes Zeichen gegen die Forderung nach einer Rente mit 70: „Finger weg von der Rente! Ohne starke Gewerkschaften gibt es keine starken Renten.“
Nach dieser kraftvollen Botschaft richtete Johannes Kopp ein Grußwort an die Gäste. Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Fanfarenzug Hörden und die ÜFÜs, während die Hörtelsteiner Herolde zusätzlich für Stimmung in der Halle sorgten.
Auch kulinarisch war der Nachmittag ein Highlight: Die GroKaGe Muggensturm verwöhnte die Gäste mit beeindruckenden 226 selbstgebackenen Kuchen. Ein herzliches Dankeschön geht an Franco Bechler und sein Team für diese großartige Leistung.
Zum Abschluss dankten die Redner allen Anwesenden und besonders Martina Vranjic für ihre Unterstützung. Der Seniorennachmittag war mehr als ein gemütliches Beisammensein – er war ein starkes Zeichen der Wertschätzung und ein Versprechen: Wir vergessen nicht, woher wir kommen, und wir wissen, wohin wir wollen.