Noch viel zu viele Barrieren

Mit einem eindrucksvollen „Tag der Barrierefreiheit“ machte die Schwerbehindertenvertretung des Mercedes-Benz Werks Rastatt auf die vielfältigen Hindernisse aufmerksam, mit denen Menschen mit Behinderungen im Alltag und im Arbeitsleben konfrontiert sind.

Barrieren hautnah erleben

Wie fühlt es sich an, mit verbundenen Augen und nur mit einem Stock durch die Stadt zu gehen – und dabei auf Hindernisse zu stoßen? Diese Erfahrung konnten die Beschäftigten von Mercedes-Benz Rastatt beim Aktionstag selbst machen. Ebenso wurde deutlich, wie viel Geschick Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer benötigen, um selbst kleine Hürden zu überwinden.

Ziel des Aktionstags

Die Schwerbehindertenvertretung wollte mit dieser Veranstaltung bewusst sensibilisieren: Noch immer ist unsere Gesellschaft – und auch die Arbeitswelt – weit entfernt von echter Barrierefreiheit. „Wenn Inklusion gelingen soll, müssen wir die vielen Barrieren konsequent abbauen. Wir setzen uns täglich im Betrieb dafür ein und freuen uns über das große Interesse an diesem Thema“, betonte Marco Spronk, Schwerbehindertenvertreter bei Mercedes-Benz Rastatt.

Starke Partner vor Ort

Zahlreiche Organisationen und Vereine stellten ihre Arbeit vor und bereicherten die Veranstaltung mit vielfältigen Angeboten. Ein besonderer Dank gilt dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, der Deutschen Rentenversicherung, der IG Metall Gaggenau, Jugend- und Auszubildendenvertretung und Betriebsräten von Mercedes-Benz Rastatt, SG Stern, der Sozialberatung, dem Gesundheitszentrum, der Lebenshilfe, den Murgtalwerkstätten, dem Sanitätshaus Elter Gaggenau, dem Sehbehindertenverein e.V., den Gebärdendolmetscherinnen sowie den Krankenkassen AOK und BKK.

Ausblick

Am Ende war sich die Schwerbehindertenvertretung einig: Der „Tag der Barrierefreiheit“ wird keine einmalige Aktion bleiben. Schon jetzt gibt es Ideen, wie künftig noch mehr Menschen erreicht und für das Thema sensibilisiert werden können.