Starkes Zeichen am 26. November der Beschäftigten von Bosch in Bühl: „Zukunft braucht Menschen – Menschen brauchen Zukunft“. Rund 2.000 Kolleginnen und Kollegen protestierten gegen den geplanten Abbau von 1.700 Stellen. Vom Werkstor bis zum Europaplatz war klar: Die Region steht zusammen.
Die Kundgebung begann am Werkstor und führte in einem eindrucksvollen Demozug durch die Stadt. Auf dem Europaplatz sprachen Betriebsräte, IG Metall-Vertreter und Unterstützer aus der Region. Francesco Tramonti, Betriebsratsvorsitzender bei Bosch, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Hinter jeder Stelle steht ein Mensch, eine Familie, ein Schicksal – dafür lohnt es sich zu kämpfen.“
Auch die IG Metall-Geschäftsstelle Gaggenau zeigte Solidarität. Eine Delegation aus Betriebsräten und Vertrauensleuten von Daimler Truck Gaggenau und Mercedes-Benz Rastatt war vor Ort.
„Wir lassen nicht zu, dass Transformation zum Vorwand für sozialen Kahlschlag wird. Zukunft gelingt nur mit den Menschen – nicht gegen sie“, betont Bodo Seiler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau.
Die IG Metall fordert Bosch auf, Verantwortung zu übernehmen: Investitionen in Zukunftstechnologien statt Stellenabbau. Die Beschäftigten haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Innovation können – etwa bei der Entwicklung des E-Bike-Motors. Kompetenzen dürfen nicht durch Kahlschlag verloren gehen.
„Das Management muss mit Mut und Grips in die Zukunft schauen, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir erinnern Bosch an seine Verantwortung – für die Menschen, nicht nur für die Bilanz“, ergänzt Katrin Meyer, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Offenburg.
Die Region Mittelbaden ist stark von der Automobilindustrie abhängig. Ein solcher Einschnitt gefährdet nicht nur Jobs, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität ganzer Gemeinden. Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister hängen an den Arbeitsplätzen. Soziale Verantwortung darf nicht dem Profit geopfert werden – das ist und war die klare Botschaft dieser Kundgebung.