Tarifrunde 2026: Debatte um die Forderungen startet

Mit der heutigen Sitzung der Großen Tarifkommission Baden-Württemberg ist die Diskussion über die Forderungen für die Tarifrunde 2026 in der Metall- und Elektroindustrie offiziell gestartet.

Delegierte aus ganz Baden-Württemberg diskutierten in Sindelfingen über die wirtschaftliche Lage, die Perspektiven der Industrie und die Erwartungen der Beschäftigten. Dabei wurde deutlich: Die Herausforderungen in vielen Betrieben sind groß. Gleichzeitig erwarten die Kolleginnen und Kollegen Antworten auf Fragen nach sicheren Arbeitsplätzen, guten Einkommen und Zukunftsperspektiven.

Einstimmig verabschiedete die Große Tarifkommission zudem die Resolution „Tarifpolitik verteidigen. Sozialstaat stärken. Zukunft gestalten.“. Darin bekräftigt die IG Metall ihre Haltung gegen Angriffe auf tarifliche Standards und Mitbestimmungsrechte sowie gegen Forderungen nach Arbeitszeitverlängerungen und tariflichen Verschlechterungen.

„Gerade in unserer Region spüren viele Kolleginnen und Kollegen die Unsicherheit, die mit den Veränderungen in der Industrie verbunden ist. Deshalb braucht es eine Tarifrunde, die Kaufkraft stärkt, Beschäftigung sichert und Perspektiven für die Zukunft schafft“, sagt Bodo Seiler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau.

Bereits am 16. September werden die Debatten in der Geschäftsstelle Gaggenau fortgesetzt. Bei einer Delegiertenversammlung mit Tarifkonferenz beraten Vertrauensleute, Betriebsräte und Delegierte über die Herausforderungen in den Betrieben und die anstehende Tarifrunde. Die dort gewonnenen Einschätzungen fließen in die weitere Diskussion bis zum Forderungsbeschluss am 22. September ein.

Für die IG Metall Gaggenau ist klar: Gute Tarifergebnisse entstehen nicht allein am Verhandlungstisch. Sie entstehen durch die Beteiligung der Beschäftigten in den Betrieben. Deshalb werden die kommenden Wochen genutzt, um die Tarifbewegung gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen weiter voranzubringen.