Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, machte deutlich:
„Die 35-Stunden-Woche ist keine Verhandlungsmasse“
Sebastian Schwestka, Leiter der Vertrauensleute bei Mercedes-Benz Rastatt, sagte:
„Unsere Errungenschaften sind kein Geschenk der Arbeitgeber. Sie wurden vor Generationen von Beschäftigten erkämpft, verteidigt und immer wieder aufs Neue durchgesetzt. Dass heute Tausende Kolleginnen und Kollegen vor den Werkstoren stehen, ist auch der Verdienst einer starken Vertrauenskörperarbeit. Aktive Vertrauensleute sind das Rückgrat unserer Gewerkschaft im Betrieb – nah an den Kolleginnen und Kollegen und unverzichtbar, wenn es darum geht, gemeinsam für unsere Interessen einzustehen.“
Auch vor Ort war die Stimmung kämpferisch und geschlossen.
Sok-Yong Lee, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gaggenau, erklärte:
„Heute haben die Beschäftigten gezeigt, welche Kraft in unseren Standorten steckt. Wer glaubt, tarifliche Standards abbauen zu können, ohne auf Widerstand zu stoßen, hat die Rechnung ohne die Belegschaften gemacht. Die Kolleginnen und Kollegen stehen zusammen – und genau das ist unsere Stärke.“
Bodo Seiler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, sagte:
„Die Beteiligung an den heutigen Aktionen ist ein starkes Zeichen. Die Beschäftigten wollen sichere Standorte, Investitionen und Zukunftsperspektiven. Was sie nicht akzeptieren, sind einseitige Belastungen und Angriffe auf tarifliche Errungenschaften. Eine erfolgreiche Zukunft von Mercedes-Benz wird es nur mit den Beschäftigten geben – nicht gegen sie.“
Christoffer Koch, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Rastatt, fasst zusammen:
„Heute haben die Beschäftigten gezeigt, dass sie zusammenstehen. Wir lassen nicht zu, dass die Belegschaften für Fehlentwicklungen bezahlen sollen. Gute Arbeit, faire Arbeitsbedingungen und starke Standorte gehören zusammen – darüber werden wir nicht verhandeln.“
Unter dem Motto„Nicht mit uns!“ machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich, worum es geht: um gute Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze, Investitionen in die deutschen Standorte und den Erhalt industrieller Wertschöpfung. Die 35-Stunden-Woche, tarifliche Sonderzahlungen und soziale Standards sind nicht vom Himmel gefallen – sie wurden von Generationen von Beschäftigten gemeinsam erkämpft.
Die heutige Beteiligung hat gezeigt: Die Kolleginnen und Kollegen stehen hinter ihren Betriebsräten und ihrer IG Metall. Und sie sind bereit, gemeinsam für ihre Interessen einzustehen.
Die Beschäftigten haben heute ein deutliches Zeichen gesetzt. Die Botschaft an den Vorstand ist angekommen: Zukunft ja – aber nicht auf Kosten der Beschäftigten.