Warnstreik bei RUF-Betten: Beschäftigte setzen starkes Zeichen für faire Löhne

Am heutigen Mittwochmittag haben die Beschäftigten von RUF-Betten in Rastatt gemeinsam mit der IG Metall Gaggenau ein deutliches Zeichen gesetzt: Für Respekt, für Gerechtigkeit und für ihre berechtigten Forderungen nach einer fairen Entgelterhöhung.

Verhandlungen ohne Ergebnis

Die zweite Verhandlungsrunde am 10. Dezember hat klar gezeigt: Die Arbeitgeberseite ist bislang nicht bereit, ernsthaft auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen. Das vorgelegte Angebot sieht einen neuen Entgelttarifvertrag mit einer Laufzeit von 29 Monaten bis April 2028 vor – ohne prozentuale Entgelterhöhung im Jahr 2026. Wie hoch die Erhöhung ab 2027 ausfallen soll, blieb offen. Die Arbeitgeberseite hat in der 2. Tarifverhandlung lediglich über die Struktur und nicht über die Entgelthöhe sprechen wollen. Zudem ist von „Differenzierung“ die Rede – also davon, dass Betriebe, denen es wirtschaftlich schlecht geht, abgehängt werden könnten.

RUF-Betten wächst – Beschäftigte fordern Beteiligung am Erfolg

Gerade bei RUF-Betten passt dieses Argument nicht: Das Unternehmen steht wirtschaftlich gut da, wächst und konnte in den vergangenen Jahren den Umsatz steigern. Die Auftragslage ist stabil, die Produkte sind gefragt, und es wird in die Zukunft investiert. All das ist vor allem Verdienst der Beschäftigten, die mit ihrem täglichen Einsatz, ihrer Zuverlässigkeit und ihrem Know-how den Erfolg des Unternehmens sichern.

Jetzt ist es Zeit für eine faire Beteiligung!

„Wer gute Arbeit leistet, verdient auch eine gute Bezahlung!“, betonte Christian Herbon, Gewerkschaftssekretär und 2. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, bei der Kundgebung vor Ort. „Es gibt keinen Grund, warum die Beschäftigten auf eine angemessene Lohnerhöhung verzichten sollten – im Gegenteil: Gerade jetzt ist es an der Zeit, sie am Unternehmenserfolg zu beteiligen.“

Forderungen der IG Metall:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten
  • Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen

Diese Forderungen sind notwendig, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen und die Motivation sowie die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sichern.

Solidarität und Zusammenhalt

Mit dem Ende der Friedenspflicht ist klar: Jetzt wird der Druck erhöht. Die Beschäftigten von RUF-Betten stehen solidarisch zusammen – wie viele Kolleginnen und Kollegen in der Holz- und Kunststoffindustrie bundesweit. „Ohne euch läuft nichts! Ihr seid das Rückgrat des Unternehmens. Dafür verlangen wir Respekt und Anerkennung“, so Herbon weiter. Die IG Metall fordert die Arbeitgeber auf, endlich ein faires Angebot vorzulegen und die Leistung der Beschäftigten anzuerkennen.

Gemeinsam für eine gerechte Zukunft

Die IG Metall Gaggenau steht fest an der Seite der Beschäftigten – für faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine sichere Zukunft. „Solidarität gewinnt!“, so das klare Signal des Warnstreiks.